Konferenz zum aktiven Lärmschutz – Bericht von Ursula Fechter

fechter-am-5-12-2016Frau Fechter leitet die Stabsstelle Lärmschutz der Stadt Frankfurt.

Bei der letzten Montagsdemo am Flughafen hielt sie eine Ansprache zu den Ergebnissen der internationalen Konferenz ICANA vom 24.-25. 11. 2016 im Hilton Frankfurt Flughafen.

Der interessante Beitrag erschien auf der Seite des Bundnisse der Bürgeriniativen.

Hier der Text:

 

Einhundertvierundneunzigste Montagsdemonstration

Uschi Fechter (Frankfurt Sachsenhausen)

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
ich bin gebeten worden, heute etwas zur ICANA Konferenz zu sagen.
Dem komme ich gerne nach, aber zunächst muss ich allerdings noch etwas in eigener Sache sagen:

Letzte Woche wurde an dieser Stelle der Oberbürgermeister von Frankfurt und die Stabsstelle für Fluglärmschutz scharf kritisiert. Ihr wisst genau, dass ich für diese Stabsstelle stehe und das ausdrücklich parteiunabhängig als Vertreterin der Bürgerinitiativen. Zum einen muss ich sagen, dass Peter Feldmann neben dem Mainzer OB Ebling einer der wenigen Kommunalpolitiker ist, die noch auf unserer Seite stehen. Erst letzte Woche hat er sich eindeutig in einer Presseerklärung hinter uns gestellt und das Incentive Programm von Fraport abgelehnt. In den meisten Kommunen weht da ein völlig anderer Wind. Im Übrigen auch in Mörfelden-Walldorf. Es wäre gut gewesen, wenn man sich vorher schlau gemacht und erst mal den Frankfurter Koalitionsvertrag gelesen hätte. Da steht wörtlich drin, dass für die Stadt und die Region aus dem Flugaufkommen erhebliche Lärmbelästigungen resultieren. Und weiter heißt es wörtlich “ Zu diesem Zweck werden wir gemeinsam mit der Region dafür sorgen, dass es am Frankfurter Flughafen  im Vergleich zum derzeitigen Stand leiser wird und uns für die Reduzierung der Flugbewegungen in den Nachtrandstunden zwischen 22 und 23 sowie zwischen 5 und 6 Uhr einsetzen.  Dies ist- neben einer ganzen Reihe von anderer Aufgaben- die vorrangige Aufgabe der Stabsstelle. Wir wollen, dass sich der Flughafen auf seiner originären Aufgabe, der Beförderung der Leute, möglichst aus der Region, konzentriert. Und das, wenn es – vor allem in der Nacht zu laut wird- auch mit Reduzierungen der Flugbewegungen, so der Koalitionsvertrag. Dies kann der erste Schritt zu einem Nachtflugverbot in der gesetzlichen Nacht sein. Das ist unsere Aufgabe, die ist schwer genug und dazu brauchen wir Eure Unterstützung.

Jetzt aber zur ICANA
ICANA ist die Internationale Konferenz zum aktiven Schallschutz (ICANA), die vor einer Woche hier am Frankfurter Flughafen stattfand. Es referierten zahlreiche Wissenschaftler, Mitarbeiter der ESA, DFS, DLR, Lufthansa, und Fraport, Piloten der CONDOR und Delta Air Lines, aber auch Planungsmanager internationaler Flughäfen wie London-Heathrow, Seattle, San Francisco und aus Australien. Das Highlight kam am Ende der zweitägigen Konferenz: Die Podiumsdiskussion, an der unser Verkehrsminister Al-Wazir, Klaus Fröse von der Lufthansa, Bürgermeister Thomas Jühe, Bruno Silva von ICAO, Matthias von Randow vom Bundesverband der Luftverkehrswirtschaft (BDL) und Prof. Wörner von der FFR und ESA teilnahmen. Dazu später mehr.

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