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Messergebnisse aus dem Kinzigtal
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| » Gründe der Messungen |
Jeder Bürger hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Lärm schädigt die Gesundheit nachts durch Unterbrechung des Schlafes oder Beeinträchtigung der Qualität der Schlafphasen, tags durch Störung der Konzentration bei der Arbeit, bei Gesprächen, in der Schule etc., durch Störung der Erholungsphasen im Garten, am Badesee, im Theater etc., durch Störung der Genesung im Krankenbett, im Krankenhaus u.v.m.
Einzelschallereignisse:
Lärmmessungen werden über einen Zeitraum von z.B. 24 Stunden addiert und ein Mittelwert errechnet. Der Mittelwert darf laut Gesetz nicht überschritten werden.
Zitat: "Wenn man sagt, der Dauerschallpegel ist entscheidend, das andere sind nur Einzelschallereignisse - dann kann ich auch einen Fuß auf die Herdplatte und den anderen in den Kühlschrank stellen und mich über die angenehme Durchschnittstemperatur freuen."
Wir wachen aber von jedem einzelnen Flugzeug auf oder, wenn wir das Geräusch nicht bewusst wahrnehmen, werden wir gestört und verstört, denn das Ohr ist immer offen, das Gehirn ist immer wach!
Lärm löst Alarm aus, der Adrenallinspiegel steigt, das Herz rast, die Muskeln werden stark durchblutet. Magen und Darm weniger, denn eigentlich will man bei Alarm fliehen oder sich wehren, kann man aber nicht.
Es kommt zu Stressreaktionen: Chronische Schlafstörungen, Magengeschwüre, Herzinfarkte etc.
Längerfristig wird es auch zu Wertminderungen der Grundstücke kommen, wie sie in Flughafennähe bereits zu verzeichnen sind.
Zitat: "Ist das hier immer so?" fragte kürzlich eine Kaufinteressentin, als sie bei Besichtigung eines Hauses in Rodenbach die Jets jaulen hörte!
Zitat: "Überall, wo Fluglärm ist, gehen die Preise runter"
(Überschrift in der FR vom 9.10.1999, Seite35)
Seit Januar 1993 sprechen und korrespondieren wir mit allen Personen und Institutionen, die Macht und Einfluss haben, unser Anliegen könnte durch Höherfliegen längst erledigt sein.
Antworten: Es geht nicht, es war schon immer so, es kann nicht sein.
Mögliche Konsequenzen Seit Januar 1996 waren wir vor Gericht, jetzt messen wir offiziell, dann klagen wir. Die ermittelten Daten bzw. das resultierende Gutachten sollen der Klage gegen die Lärmverursacher dienen.
In einem reinen Wohngebiet dürfen Sie nachts nur Geräusche von 35 Dezibel (dB) erzeugen, ein Flugzeug erzeugt bei 1000 Meter Anflughöhe 65-75 dB (in Rodenbach gemessen). Das ist 1000 bis 10000 mal lauter!! (plus 10dB= mal 10, plus 30 dB=10 mal 10 mal 10).
Gegenargumente!?
Argument Poststern
Ein Brief benötigte früher mit der Bahn von der Nordsee nach Stuttgart einen Tag, heute mit dem Poststern von der Nordsee nach Schöneck (nahe Frankfurt) einen Tag.
Wo ist da der Fortschritt?
Dafür haben wir jede Nacht Fluglärm von 0 bis 1 Uhr in der Tiefschlafphase.
Anflugverfahren
Bis 3000 Meter Höhe ist der Luftraum für Landeflüge reserviert, offizielle Anflughöhe über dem Kinzigtal ist 1000 bis 1200 Meter über Grund!
Doppelte Höhe = viermal leiser !!! Also Höherfliegen !
Die Flugzeuge werden oft schon in Gelnhausen auf eine Höhe gelotst, die sie bis Hanau halten müssen durch ständige Schub- und Bremsmanöver die den Kerosinverbruch in die Höhe treiben.
"Im Gleitflug zur Landung" wird weltweit durchgeführt, "auch in Frankfurt/Main erprobt" und "80% der Flugzeuge sind mit der erforderlichen Technik ausgerüstet."
(Brunier 1997).
Gleiten ist leiser und höher und braucht weniger Kerosin !
Die kurzfristige Abhilfe für das Kinzigtal heißt also:
Höherfliegen im Gleitanflug.
Alle diese Argumente tragen wir seit 1993 vor.
Lärmbekämpfung an der Quelle:
Bei der Demonstration in Wiesbaden konnte man von "Nachtflugverbot" über "keine neue Startbahn" (was ja von Politikern aller jeweils machthabenden Parteien versprochen worden ist) bis zu "weg mit dem Flughafen" alle Forderungen hören.
Wenn der Flughafen bleiben und erweitert werden soll, kann das weiterhin arrogant und menschenverachtend durchgesetzt werden !.
Aber nicht mit uns!!!
Und dann gibt es doch noch eine Technik:
Antilärm
Das heiß, jeder Schallwelle die entgegengesetzte Welle mitzuschicken... und man hört gar nichts !
Das ist natürlich schwierig:
"Geht nicht!" werden die Bürokraten sagen
"gab's noch nie" der FAG-Vertreter Grohe,
"zu teuer" die Fluggesellschaften.
Es geht, es wird schon gemacht, es ist bei sich bewegenden Objekten kompliziert, wofür es aber hochqualifizierte Techniker und Elektronik gibt.
Und zu teuer? Ja! Aber zu teuer? Nein! Für Menschen nie!
Fliegen ist schön, Höherfliegen ist leiser.
Lautlos fliegen bringt Ruhe! Wir sind nicht allein!
Jetzt haben wir auch politische Unterstützung (besonders handfest durch den Umweltdezernenten des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa und den Bürgermeister der Gemeinde Rodenbach, Dr. Sascha Raabe denen sich noch viele Mitstreiter aller Farben hinzugesellen mögen).
Unterstützung durch die Piloten
Was uns seit Jahren von Piloten vorgetragen wird, nämlich dass man höher anfliegen kann, dass sie höher anfliegen wollen, dass es weltweit praktiziert wird und umweltschonend ist, ist jetzt von einem Lufthansapiloten öffentlich vorgetragen werden.
Übrigens:
Höherfliegen kostet keine Arbeitsplätze!
Arbeitsplatzargument: Bei der Deutschen Flugsicherung könnte das Gleitflugverfahren zur Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze führen (was natürlich ein paar Euro kosten würde). |
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