Was wird geschützt?

Auf einer letzten Demonstrationen am Flughafen Frankfurt hat Klaus Schinke aus Offenbach über die unterschiedliche Behandlungen von Lärm berichtet:

Warum müssen Protestkundgebungen leiser sein als der Fluglärm?
Die Genehmigung des Autokorsos am 27. Februar 2016 in Rumpenheim, einem Ortsteil von Offenbach, vor dem Wohnhaus von Verkehrsminister Al-Wazir hat drastisch den völligen Irrsinn der Lärmschutzregelungen in Deutschland vor Augen geführt. Nach den erteilten Auflagen durfte der Protest der Bürger unmittelbar vor dem Wohnhaus des Ministers nicht lauter sein als 80 dB(A), bei der anschließenden Fahrt durchs Neubaugebiet nicht lauter als 60 dB(A). Hier geht es wohlgemerkt um Einzelschallereignisse. Würden die Ordnungsämter in Offenbach und Frankfurt der Fraport AG die gleichen Schallschutzauflagen erteilen, müsste der Frankfurter Flughafen unverzüglich geschlossen werden. Der Flughafen wird aber nicht geschlossen, weil der Krach am Himmel mit Einzelschallereignissen von weit über 80 dB(A) nach dem Fluglärmschutzgesetz auf einen harmlosen Durchschnittswert, den sog. Äquivalenten Dauerschallpegel, heruntergerechnet wird. Dieser Irrsinn mit den unterschiedlichen Schallschutzregelungen hat aber System, weil nicht etwa der Krach am Himmel ruhig gestellt wird, sondern der Bürger, der dagegen die Klappe aufmacht!!!

Bei folgender Meldung (Spiegel Online vom 18.5.2016 und Auto-Bild) über Dieselabgase steht ebenfalls nicht die Gesundheit des Bürgers im Mittelpunkt:

Dabei gehe es um den Opel Zafira, der bei einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern und geringem Luftdruck etwa ab 1000 Meter Höhe die Abgasreinigung herunterregele. Dies hätten Vertreter des Konzerns bestätigt. Einer EU-Richtlinie zufolge sind Abschalteinrichtungen erlaubt, wenn sie dem Schutz des Motors dienen.

Gleiche Sorgen – Fluglärm + Veranstaltung am 11.Mai in Offenbach

Unsere Mitglieder Barbara und Stefan Metz  übersandten uns Zeitungsausschnitte der Schleswig-Holsteinischen Zeitung vom 26.04.2016 mit dem Kommentar:
Gleiche Sorgen im Norden wie im Süden

Hier ist der Link zu der Zeitung zum Thema Fluglärm auf Sylt. Dort müssen Obergrenzen von 60 dB eingehalten werden. Es geht aus dem Text nicht hervor, ob dies wieder ein verharmlosender Mittelwert ist.
Die Zahl der Flugbewegungen ist abnehmend. Der Betreiber des Flughafen möchte sie aber steigern: mal wieder Geschäftsgier über den Schutz der Anwohner:
Sylter Flughafen

Am gleichen Tag erschien in der dortigen Zeitung ein Artikel über den neuen Fluglärmbeauftragten in Hamburg, der unabhängig von der Senatsverwaltung arbeiten soll: Hamburger Fluglärm-Beauftragter

In Hessen gibt es bereits diese Einrichtung, aber als Stabstelle im Ministerium, besetzt mit Frau Regine Barth, die von der IG-Fluglärm letztes Jahr auch eingeladen wurde.
Sie können Sie kennenlernen:

Einladung
Lärmpausen und Lärmobergrenze(n) sind die Themen einer öffentlichen, von der Stadt Offenbach und der BIL (Bürgerinitiative Luftverkehr) organisierten Informations- und Diskussionsveranstaltung

Mittwoch, den 11. Mai 2016 um 19:30 Uhr (bis ca. 21:30 Uhr)
im Ostpol° Gründercampus, Hermann-Steinhäuser Straße 43-47,
63065 Offenbach am Main.

Als politische Vertreter/innen bzw. Fachexpert/innen tragen vor und stehen für Fragen zur Verfügung:

  •  Tarek Al-Wazir (Staatsminister, HMWEVL)
  •  Regine Barth (Stabsstelle Fluglärmschutz beim HMWEVL)
  •  Peter Schneider (Bürgermeister Stadt OF)
  •  Ursula Philipp-Gerlach (Rechtsanwältin) Dieter Faulenbach da Costa (Flughafenberater für Stadt OF)
  •  Thomas Hesse (Bürgerinitiative Luftverkehr – BIL, Offenbach)

IGF-Jahreshauptversammlung 2016 in der Presse

Bitte anklicken:

Gelnhäuser Tageblatt vom 13.04.2016 (Auflage ca. 5000)
Online-Magazin Vorsprung vom 12.04.2016
Online-Magazin Erlensee Aktuell vom 16.04.2016
Frankfurter Rundschau, Region Hanau vom 22.04.2016 (zusammengefasst unter   Rhein-Main-Media, ca. 15.000 Regionalausgabe)

Hier im Hanauer Anzeiger vom 16.04.2016 (ca. 17.000 Auflage)

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Hier im Rodenbach-Kurier vom 19.04.2016:
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Hier der Mittel-Hessen-Bote vom 20.04.2016:

Für den Mittel-Hessen-Boten wird ein Auflage von ca. 450.000 Stück angegeben (incl. Gießener Zeitung). Er erscheint in 42 Regional – und Lokalausgaben. Herausgeber Druck− und Pressehaus Naumann GmbH & Co. KG in Gelnhausen, das auch die Gelnhäuser Neue Zeitung (9000 Auflage) und den Neuen Markt produziert.
20160420-Bote-MHB-D - Gelnhausen - Der Mittelhessen-Bote - pag 17

Dies sollte nur alle 10.000 Jahre passieren, sagten die Gutachter

im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit von Wirbelschleppen-Schäden bei Landungen auf der Nord-West Landebahn (in Betrieb seit 2011).

Am 31. März 2016 kam es wieder zu einer Wirbelschleppe einer schweren Lufthansa-Maschine in Flörsheim, die mehrere Ziegel vom Dach riss, die einen Carport schwer beschädigten.

wirbelschleppen_floersheim_capOben die Karte von Raumheim, unten die Karte von Flörsheim mit Wirbelschleppenschäden.

201406_WirbelschleppenRaunheimDie Forderung „Die Bahn muss weg“ ist mehr als verständlich.

Luftverkehr – Gift für die Umwelt (BBB-TV)

Von unserem Mitglied Wolfgang Hartmann erhielten wir folgendes Link zu den Berlin-Brandenburger-Bürgern gegen Fluglärm, die per BBB-TV werbewirksam auf die Probleme des Berliner Flughafens hinweisen.
Anmerkung: In Frankfurt soll bis 2020 die Zahl der in Berlin geplanten Bewegungen (300.000) noch hinzukommen (Stand Frankfurt 2015: 468.000).

Aktueller Anlass: Es gibt eine Studie „Grundlagenermittlung für ein Luftverkehrskonzept der Bundesregierung“, welche auch der Fluglärmkommission Frankfurt seit 11.03.2016 vorliegt. Sie bildet eine Basis für das Luftverkehrskonzept der Bundesregierung, welches im Sommer veröffentlicht werden soll. In diesem Video von BBB-TV weisen Experten auf die weltweite Klimabeeinflussung des Luftverkehrs und den Schadstoffausstoß in der Umgebung des Flughafen hin. Auch Messungen in der Nähe des Frankfurt Flughafens werden gezeigt.

In dem Film erscheint auch Horst Weise vom Deutschen Fluglärmdienst (DFLD), der auch die Messdaten der IGF-Stationen aufbereitet und dargestellt. Die IG-Fluglärm ist Mitglieder beim DFLD.

Auf das Bild klicken und dann nochmal anklicken, dann läuft das Video ab (ca. 15 Minuten).
bbtv

Der Minister, die DFS und die Menschen im Rhein-Main-Gebiet

Fluglärm macht krank, behindert die Entwicklung der Kinder (wer es nicht glaubt: siehe NORAH-Studie).

Die Anflugverfahren der DFS zeichnen sich dadurch aus, das die Flugzeuge überwiegend in konstanter, niedriger Höhe von 1220 Meter (über NN, nicht über Grund) über 50-70 km lang bis zum dem Flughafen fliegen.

Warum geht dies nicht anders, wie z.B. in Heathrow???

Am Samstag, 19.09.2015 nahm Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir an der Eröffnung der Rumpenheimer Kunsttage in Offenbach teil. Mitstreiter aus Maintal, Mühlheim und dem Kinzigtal nutzten die Gelegenheit, um bei seiner Eröffnungsrede in der Schlosskirche eine lautlose Antifluglärm Performance zu zeigen. Später sprach der Minister mit Demonstranten von der Kirche. Gegenüber Mitgliedern der IGF sagte Tarek Al Wazir: Zitat: Wenn mehr Fluglotsen eingestellt würden, hättet ihr in Gelnhausen überhaupt keinen Fluglärm!

Fluglosteneinstellung erhöht die Kosten, dies ist verständlich. Aber dann ist Anfang Februar 2016 zu lesen:

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) senkt die Gebühren für eine Flugstrecke werden 2016 gut acht Prozent weniger berechnet, wie die DFS am Montag mitteilte. Für die Koordination von Starts und Landungen werden zwölf Prozent weniger fällig. Die Senkung ist möglich, da das bundeseigene Unternehmen seine Kosten drückte.

Aber die Menschen und ihre Kinder leiden unter Fluglärm. Damit die Kosten für die Airlines gesenkt werden.

Faschingsdemo2016                   Demo am Frankfurter Flughafen am Rosenmontag 2016

 

Was zeigen die Flugtore?

Auswertung Flugtore 21-06-2016

Zur Vergrößerung auf die Abbildung klicken

Hier sind die Zahlenangabe des Flugtors Erlensee und Rodenbach für ein Woche. Nur 25-35% der Anflüge sind höher als 1200-1500 Meter (Rodenbach) bzw. 1200-1800 Meter (Erlensse). Der Anflug über Erlensee (zur Nord-West-Landebahn) ist in der Regel 300 Meter höher als der Anflug zu den beiden südlichen Bahnen des Flughafens. Die Deutsche Flugsicherung DFS gibt 50-70% Gleit-Sinkflüge an. Diese Angaben werden hier im Kinzigtal leider nicht erreicht.

Die Beipiele zeigen einen typischen „Tiefflug“ konstant in 1220 Meter Höhe über ca 65 km und eine Gleit-Sinkflug im 3-Grad-Winkel.

Jetzt fünf Fluglärmmessstationen der IGF im Kinzigtal und Flugtore

IGF-StationenZur Vergrößerung auf die Karte klicken

Auf der Seite des Deutschen Fluglärmdienstes (DFLD) sind unter Messwerte-Flugspuren Live die aktuellen Flugzeuge und die aktuellen Messwerte der Stationen zu sehen, die die IG-Fluglärm Hanau-Kinzigtal finanziert hat. Dankenswerterweise haben sich Mitglieder bereit erklärt, die Stationen zu betreiben.

In einem kleinen farbigen Kreis wird der Momentan-Wert in Dezibel angezeigt.

Die IGF-Stationen übermitteln diese Werte im Sekundentakt. Auch auf dem Handy lässt sich diese Seite anschauen.

Klickt man auf den Kreis (beim DFLD), dann werden die Registrierungen des Tages der Station angezeigt. Die Werte werden etwa stündlich an den DFLD übermittelt.

Die Stationen mit dem kleinen roten Kreuzchen werden von den Gemeinden
Gelnhausen***, Gründau*** und Rodenbach*** betrieben. Auch hier genügt ein Klick auf das Kreuzchen (beim DFLD), um die Tagesregistrierung zu sehen.

Passend zu diesen Messstationen wurden nunmehr auf Anregung der IG-Fluglärm vom Umwelthaus Kelsterbach auf der Darstellung INAA (Flugverkehr mit zwei Stunden Zeitverzug) sog. Flugtore eingefügt. (Bei INAA links im Menü Einstellungen-Kartenebenen-Flugtore einschalten) und das jeweilige Tor anklicken.

Flugtore Kinzigtal RodenbachHier werden pro Zeitraum (z.B. pro Tag) die Zahl der Flüge durch das Tor angegeben (auf Grund von Radardaten). Man kann sehr schön die Höhenstaffelung sehen: Im vorliegenden Fall am Tor Rodenbach fliegen nur 66 von 247 Flügen oberhalb 1500 Meter, also nicht im sog. „Tiefflug“. Leider sind dies nur 27%!

Der DFLD ermittelt aufgrund der Lärmmesskurven die Zahl der Überflüge für die jeweilige Messstation. An diesem 30.01.2016 wurden vom DFLD 117 Überflüge in Rodenbach erkannt.