Das ist die Höhe – sie fliegen zu tief

Gemeinsam gegen Fluglärm

Flugzeuge werfen dunkle Schatten auf den grünen Main-Kinzig-Kreis. Die gelbe Titelseite der Broschüre sieht bedrohlich aus. Fluglärm und Feinstaub sind mehr als bedrohlich, sie gefährden die Gesundheit, meinen die Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzigtal e.V. und die Initiative Maintal gegen Fluglärm. Gemeinsam haben sie in verständlicher Weise die Situation, Problematik und Forderungen für die Menschen in diesem größten Landkreis Hessens auf 27 Seiten zusammengestellt.

Das Kreisgebiet liegt östlich von Frankfurt/Offenbach, der Frankfurter Flughafen ist über 20 km von der Kreisgrenze entfernt. Aber die Anflüge von Osten durchqueren das gesamte Gebiet.

Je tiefer geflogen wird, desto lauter. Mit der Inbetriebnahme der Nord-West-Landebahn am Frankfurter Flughafen vor 7 Jahren wurden die Anflughöhen auf die anderen Landebahnen um 300 Meter tiefer geführt. Die Flughöhe beträgt jetzt 1220 Meter (=4000 Fuß) über weite Strecken. Dies bedeutete eine drastische Erhöhung des Fluglärms.

„Die Politik kämpft seit Jahren gegen die Verlärmung der Region“, schreibt Frau Simmler, Erste Kreisbeigeordnete, in ihrem Vorwort, „bisher jedoch konnte keine Veränderung zum Positiven erreicht werden … Der Druck auf die Landesregierung und die Deutsche Flugsicherung muss aufrechterhalten oder erhöht werden“.

Graphisch eindrucksvoll dargestellt werden der Horizontal-Anflug und der geforderte sog. kontinuierliche Sinkflug. Dazu zeigen drei Ausschnitte aus den Registrierungen von Messstationen der IG Fluglärm im Kinzigtal, dass auch in einer Entfernung von 70 km 70 Dezibel überschritten werden. Sogar schon vor 5 Uhr ist die Nachtruhe vorbei.

Es wird eindringlich appelliert, fluglärmmindernde Verfahren einzuführen, wie sie bereits an anderen Großflughäfen existieren. Höflich, aber nachdrücklich wird an die Flugsicherung und ihre Mitarbeiter appelliert: „Liebe Fluglotsen, bitte 300-600 Meter höher. Ihr schafft das. An anderen Flughäfen geht dies auch.“

28.09.2018
H. Ladwig
helmut@ladwig.info